Montag, 27. Januar 2014

Ursachen

  • genaue Ursache/n unbekannt
  • ,,Hauptvermutung'': Kombination aus begünstigenden Erbanlagen und Umweltfaktoren/-einflüssen
    • belegbar durch unterschiedlich hohes Aufkommen (regional und in verschiedenen ethnischen Gruppen)
  • andere These: Infektion durch Erreger, die Strukturen haben, die teilweise körperidentisch sind
Herpesviren
    Epstein-Barr-Virus
  • Theorien ohne ausreichende wissenschaftliche Grundlage (bspw.):
    • Vitamin-D-Stoffwechselhypothese
    • Geschwisterhypothese
    • Geschlechterhypothese





Sonntag, 26. Januar 2014

Die Nervenzelle

  • =Neuron
  • Reizübertragung zwischen Zellen



Bei Multipler Sklerose:
  • Immunsystem greift schützende Myelinhüllen an
  • Entzündungsherde entstehen
  • Schutzschicht wird durch Narbengewebe ersetzt àerschwert/verhindert Reizübertragung 

Folgen

Ist der Körper nach einem Krankheitsschub nicht in der Lage, die entstandenen Schäden an der Myelin-Schutzhülle zu reparieren, kann es geschehen, dass Symptome als dauerhafte Schäden bestehen bleiben. Diese sind abhänig von den betroffenen Bereichen des Gehirns / Rückenmarks.
  • Kleinhirn:
    • Schwindelgefühl, Gleichgewichts- und Koordinationsprobleme
  • Sehnerv
    • verschwommene Sicht, blinde Flecken
  • Rückenmark
    • Muskelschwäche, Taubheit der Gliedmaßen, Lähmungen
  • erhöhte Ermüdbarkeit
  • niedriger Blutdruck
  • Atrophie des Gehirns
 
 

Samstag, 25. Januar 2014

Symptome

,,Eine Krankheit mit 1000 Gesichtern"
  • meist bei völligem Wohlbefinden
  • seltener entwickeln sich Symptome schrittweise
  • treten sowohl im akuten Schub als auch dauerhaft in unterschiedlichen Kombinationen auf

Ersthäufigstes Symptom
Zweithäufigstes Symptom
Dritthäufigstes Symptom
Empfindungsstörungen an Armen oder Beinen (Taubheitsgefühl, Kribbeln)
 
,,abnormale" Müdigkeit (schon bei leichten Anstrengungen)
Störungen der Muskelfunktion
(Kraftlosigkeit, Lähmungen, erhöhte Muskelsteifigkeit, gleichzeitig auch Koordinations- und Gleichgewichtsstörungen)

Andere Symptome:
  • Sehstörungen
  • Sexuelle Störungen (Frauen)
  • Darmentleerungsstörungen
  • Sprechstörungen
  • Kognitive Störungen (z.B. Konzentration)
  • Unsicherheit bei Ziel-und Zeigebewegungen

Mittwoch, 22. Januar 2014

Therapie


  • nicht heilbar
  • Ziel: Erhaltung der Selbstständigkeit und Lebensqualität des Betroffenen
  • individuelle Behandlung auf Patienten und Krankheitsverlauf abgestimmt
  • langfristige Therapie ist anzustreben
     
     
     mehrere Optionen zur Behandlung:


    zusätzliche Maßnahmen und Symptomatische Therapie:

  • gesunde Lebensführung
  • konsequente und frühzeitige Physiotherapie
  • medikamentöse Therapie
  • Ergotherapie
  • ausgewogene, fettreduzierte Ernährung

Diagnose

  • erster Ansprechpartner: Hausarzt
  • Überweisung zum Nervenspezialisten (Neurologen)
  • 1. Schritt: Erfassung der Krankengeschichte (Anamnese)
  • 2. Schritt: neurologische Untersuchung (Beweglichkeit, Koordination, Gleichgewicht und Sinnesorgane)
         Blutuntersuchung
  • Blutabnahme: Ausschließen von anderen Krankheiten als Ursache
  • kein Bluttest, der eine MS beweisen könnte
  • keine Veränderung der übliche Blutparameter wie Blutbild, Leber- und Nierenwerte sowie Entzündungsmarker durch MS                                                                                                                     
    Liquorgewinnung:                                                                  
  • vermehrt bestimmte Eiweißkörper nachweisbar
  • Anzahl der Entzündungszellen leicht erhöht                                                                                                  
    Bildgebende Untersuchungen

  • MRT und Kernspintomografie
  • im Frühstadium Veränderungen feststellbar bei 85 Prozent der Patienten
  • im fortgeschrittenen Stadium bei fast allen                                                                                          
    Spezielle Nervenuntersuchungen
  • Reaktionszeit eines Sinnesorgans oder eines Nervs messbar à Reizantwort tritt verzögert  auf, die Reaktionsstärke ist vermindert